bedarfsgerecht versichert

KrankenversicherungDie Krankenversicherung erstattet, je nach Krankenversicherungstarif, ganz oder teilweise dem Versicherten die Kosten für ärztliche Behandlung bei Erkrankung, bei Mutterschaft oder nach Unfällen. Dabei liegen die Leistungsschwerpunkte auf der ärztlichen und zahnärztlichen Behandlung, der Arzneimittelversorgung und der Krankenhauspflege. Es werden aber auch Kosten für die Gesundheitsvorsorge und für Rehabilitationsmaßnamen übernommen. Eingeführt wurde das Prinzip einer gesetzlichen Krankenversicherung schon 1883 von Otto von Bismarck, der damit die Verbundenheit des Staates zur Arbeiterklasse stärken wollte. Für Angestellte wurde erst 1911 ein entsprechendes Versicherungsgesetz erlassen.

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Die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung

Seit dem 1. 4. 2007 besteht in Deutschland die Pflicht, eine Krankenversicherung abzuschließen. Wer sich der Versicherungspflicht erfolgreich entzieht, muss im Krankheitsfall die Beiträge zum Teil nachträglich entrichten und wird zudem mit einem Säumniszuschlag belangt.

Die Pflicht, der gesetzlichen Krankenversicherung beizutreten, besteht in der Regel für

  • Arbeiter und Angestellte, deren Verdienst unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt,
  • Studenten und Praktikanten (Studenten haben eine Befreiungsmöglichkeit),
  • Rentner und Bezieher von Leistungen nach dem Arbeitsförderungsgesetz,
  • Personen, welche in Einrichtungen der Jugendhilfe beschäftigt sind (Erziehungshilfe, Fürsorgeerzieher),
  • Personen, die an berufsfördernden Maßnahmen und Einrichtungen für Behinderte teilnehmen,
  • Landwirte und mitarbeitende Familienangehörige und
  • Künstler und Publizisten (Künstlersozialkasse).

 

Befreiungsrecht in der gesetzlichen Krankenversicherung

Das Recht, von der Versicherungspflicht bei der gesetzlichen Krankenversicherung befreit zu werden, haben

  • Arbeiter und Angestellte, welche die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten.
  • Teilzeitbeschäftigte, die seit mindestens fünf Jahren die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten und dadurch nicht pflichtversichert waren.Dafür darf die Arbeitszeit höchstens 50 % eines vergleichbar Beschäftigten des Unternehmens betragen. Diese Regelung greift auch für den Fall, dass ein Teilzeitarbeitsverhältnis bei einem anderen Arbeitgeber aufgenommen wird und sich dieses dem vorherigen Arbeitsverhältnis lückenlos anschließt.
  • Studenten; dafür müssen sie innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn des Studiums bzw. des Eintritts der Versicherungspflicht einen entsprechenden Befreiungsantrag stellen. Während des Studiums ist die Befreiung unwiderruflich, sofern es nicht zu einer Versicherungspflicht bei der gesetzlichen Krankenkasse kommt, weil z. B. ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitnehmerverhältnis eingegangen wird (zum Beispiel auch durch Ferienjobs).

Ein Antrag auf Befreiung muss bei der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse gestellt werden.

 

Privat oder gesetzlich versichern?

Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung werden weitestgehend auf Grundlage der vom Staat festgelegten Leistungsstandards kalkuliert. Sie sind unabhängig vom Gesundheitsstatus der versicherten Personen und richten sich primär nach dem Bruttoeinkommen. Auf diese Weise soll die für das Solidarprinzip notwendige Umverteilungskomponente Bedeutung bekommen. In der privaten Krankenversicherung orientiert sich der Beitrag nach den gewünschten Leistungen und dem Gesundheitsstatus des Antragstellers. Insoweit sind die Kosten absolut auf die Person und das damit prognostizierte Risiko bezogen und völlig unabhängig vom Einkommen.

Tipp
Auch auf www.kv360.de und www.krankenkasse-wechseln.net finden Sie weiterführende Informationen über Krankenversicherungen.

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